“Ich bin zufrieden mit dem, was ist.” Wer sagt das schon bei uns? Die meisten streben doch nach mehr: Mehr Umsatz, mehr Wachstum, mehr Wohlstand, mehr Glück. Kaufen Konsumgüter, deren Versprechen sich doch nicht erfüllen. Wilhelm Felde ist da anders. “Ich strebe nach nichts Großem”, sagt er, “ich bin zufrieden mit dem was ich hab.” Der gelernte Schuhmacher aus Kirgisien betreibt heute im Schwarzwald ein kleines Reparaturgeschäft. Sein Laden ist ein Mikrokosmos von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Sie alle schätzen es, daß da jemand ist, der für wenig Geld den Wert von Dingen zu erhalten weiß. Was natürlich auch mit seiner eigenen Lebensgeschichte in der früheren Sowjetunion zu tun hat. Dort lief für Herrn Felde nicht alles so, wie er es sich gewünscht hätte. Aber er hat sich mit seinem Schicksal arrangiert, hat einen Platz im Leben gefunden, und ist ein Lehrmeister in Dankbarkeit und Zufriedenheit.

…einige unserer Filme

Herr Felde und der Wert der Dinge

Dokumentarfilm, Deutschland 2011

Mitwirkende: Wilhelm Felde, Carina Limberger, Uschi Turgut, Ali Gümüscay, Wilhelm Pendzialek u.a. Konzeption, Bildgestaltung, Schnitt: Klaus Peter Karger Originalton, Assistenz: Jürgen Haller Format: High Definition Video, 16:9 (1:1,77), Farbe, Dolby Digital, Kinoformat: DCP Laufzeit: 55 Minuten Verleih und Vertrieb: Karger Film Kultur und Video Gefördert von der

Tatort Feldberg

Kurzspielfilm, Deutschland 2004

Darsteller: Bruno Ketterer, Fridolin Weisser, u.a. Ton: Cemal Arslan Assistenz und Making-of: Ruth Holtzhauer Buch, Bildgestaltung, Schnitt, Regie: Klaus Peter Karger Musik: Maria Penny Pache Wissenschaftliche Beratung: Dr. Anita Auer, Wolfgang Kury Format: Video 4:3 (1:1,33) Laufzeit: 11 Minuten Verleih für Kino und andere öffentliche Veranstalter: Karger Film Kultur und Video
Der Film entstand für eine Ausstellung über den Schwarzwälder Geigenbau im Franziskanermuseum in Villingen-Schwenningen. Es gab im Schwarzwald seit dem 18. Jahrhundert mehrere Geigenmacher-Familien, die ihre Instrumente aus dem Holz heimischer Bäume fertigten. Für “Tatort Feldberg” wurde eine urkundlich überlieferte Begebenheit aus dem Jahr 1746 inszeniert. Damals wurde der Gastwirt und Geigenmacher Markus (“Marx”) Straub aus Rudenberg (bei Titisee-Neustadt) zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er ohne Erlaubnis einen Laubbaum gefällt hatte, dessen Holz er zum Geigenbau benötigte. Straub war ein armer Schlucker, hatte sieben Kinder und war hoch verschuldet. Der Film, den Sie hier in voller Länge anschauen können, ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert: Zum einen entstanden die Innenaufnahmen im historischen Baudenkmal „Reinertonishof“ bei Schönwald im Schwarzwald, das wenige Jahre später einem Brand zum Opfer fiel. Zum anderen fällen die beiden Hauptdarsteller Bruno Ketterer und Fridolin Weisser aus Unterkirnach einen stattlichen Baum fachmännisch mit Axt und Waldsäge - ein Handwerk, das in Zeiten der Motorsäge immer weniger Waldarbeiter beherrschen.

Moosgeschichten

Dokumentarfilm, Deutschland 2008

Mitwirkende: Heiko Bauer, Barbara Braunagel-Fadl, Claus Ding, Brigitte Feist, Helga Gieseler, Gertrud Gohdes, Edgar Harwardt, Dr. Winfried Hecht, Ingetraut und Richard Heindel, Siegfried Heinzmann, Roland Kalb, Dr. Friedrich Kretzschmar, Renate Krüger, Wolfram Langbein, Dagmar Lode, Dr. Markus Röhl, Werner Scherrieb, Irma Schmid, Armin Schott, Cornelia Widmer, und der Liederkranz Schwenningen e.V. Bildgestaltung, Ton, Schnitt, Regie: Klaus Peter Karger Kameraassistenz: Jürgen Haller, Heinz Lörcher, Jürgen Haltmaier Filmmusik: Frank Meyer Laufzeit: 96 Minuten Bildformat: 16:9 (1:1,77), Digitalvideo, Kinoformat: DCP Gefördert von der
Der Neckar, Landesfluß von Baden-Württemberg, hat im Schwenninger Moos seinen wilden Ursprung, bevor er 367 Kilometer nordwestlich, begradigt und schiffbar gemacht, in den Rhein mündet. „Moosgeschichten“ zeigt, wie inspirierend eine Landschaft sein kann. Der Film läßt Menschen zu Wort kommen, die auf besondere Weise mit diesem Ursprungsgebiet verbunden sind: die Tanzpädagogin Cornelia Widmer, die sich vom Rhythmus der Natur bei ihren Choreographien inspirieren läßt. Der Stuttgarter Künstler Edgar Harwardt, der Ursprung und Mündung des Neckars in seinen Arbeiten verbindet. Der Naturliebhaber und Moorexperte Roland Kalb. Die Amateurfotografin Gertrud Gohdes, die ihre ganze Wohnung mit Moosbildern geschmückt hat. Oder der Jogger Heiko Bauer, der hier regelmässig Kraft schöpft. „Moosgeschichten“ erzählt aber auch über die Entwicklungsgeschichte dieses Moorgebiets, seine Tier- und artenreiche Pflanzenwelt, die Beschädigung durch den Torfabbau für die Salinen von Schwenningen, Rottweil und Bad Dürrheim, und über die Aktivitäten im Naturschutz heute. Die Renaturierung des Schwenninger Moos gilt als Erfolgsprojekt im Naturschutz des Landes Baden-Württemberg.

Das Gaskugel Projekt - Musikimprovisation in einem fantastischen Klangraum

Dokumentarfilm, Deutschland 2003

Mitwirkende: Fernando Dias Costa (“Grupo Sal”, Vocals, Percussion), Wolfgang Lindenfelser (Tenor- und Sopransaxophon, Bassklarinette), Jochen Bruche (Projektidee, Gitarre, Harmonika, Mandoline), Christoph Marquardt (Bass, Surround-Recording) Bildgestaltung, Ton, Schnitt: Klaus Peter Karger 2. Kamera: Gertrud Cammerer-Karger Assistenz: Ruth Holtzhauer, Cemal Arslan Format: Digitalvideo 4:3 (1:1,33), Farbe, Stereo, Kinoformat: DCP Laufzeit: 69 Minuten Verleih für Kino und andere öffentliche Veranstalter: Karger Film Kultur und Video
Er ist 25 Meter hoch, der kugelförmige Erdgasspeicher der Stadtwerke Villingen-Schwenningen, und normalerweise nicht zugänglich, weil prallvoll mit Gas gefüllt. Doch 2003 wurde die Gaskugel für mehrere Wochen leergepumpt, um technische Überprüfungen vornehmen zu können und ihr einen neuen Anstrich zu verpassen - genau nach den Vorgaben des Künstlers Horst Antjes, der das gestalterische Konzept für die Außenhülle seinerzeit entworfen hatte. Mehrere Musiker nutzten im Juni 2003 die Gelegenheit, um im Inneren der 25 Meter hohen Stahlkugel mit Geräuschen, Musik und Sprache zu improvisieren. Der Film dokumentiert dieses einzigartige akustische Experiment in einem faszinierenden Klangraum. Der Kritiker Friedhelm Schulz sprach im „Südkurier“ von einem „Rausch der Töne“. Und Thomas Kreihe schrieb für die Südwestpresse: „Draußen rasen die Autos in einer Welt vorbei, die wir alle kennen. Aber innen in dieser völlig abgekapselten Höhle, einer 25 Meter hohen Stahlkugel, gibt es einen eigenen, vor allem akustischen Mikrokosmos zu entdecken, in dem Worte, Sprache, Gesang, Musik und Geräusche ganz neu geboren werden. (...) Denn ein Ton, einmal in diese Kugelwelt gesetzt, umkreist ihn immer und immer wieder. Ein Flüstern wächst ins Gigantische...”

Die treibende Kraft, oder: Leben und Arbeiten für die Kunst

Dokumentarfilm, Deutschland 2005

Buch, Bildgestaltung, Ton, Schnitt: Klaus Peter Karger Musik: Frank Meyer Digitalvideo, 4:3 (1:1,33), Stereoton Verleih für Kino und andere öffentliche Veranstalter: Karger Film Kultur und Video
Die Malerin Angelika Nain wurde für diesen Film zwei Jahre lang immer wieder begleitet, bei der Arbeit in ihrem Atelier in Offenburg und auf Vernissagen. Die Kunst ist für die Spätberufene der wichtigste Bereich in ihrem Leben. Nach Volkshochschul-Kursen und Fernunterricht folgte von 1992 bis 1995 ein Studium an der Freien Hochschule für Grafik Design und Bildende Kunst in Freiburg. Danach entschied sich Angelika Nain, von der Kunst leben zu wollen. Sie hat eine Reihe von Einzel- und Gruppenausstellungen gemacht, aber der Verkauf der Werke reicht nicht aus, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Also muß sie hinzu verdienen, als Krankenpflegerin, als Dozentin an der Kunstschule. Alles Arbeitszeit, die abgeht von der Zeit im Atelier. “Jedes verkaufte Bild ist wie ein Stipendium”, sagt sie, “es bedeutet, daß ich weiter experimentieren kann.” Der Film “Die treibende Kraft” schildert den Spagat zwischen künstlerischer Arbeit und Geldverdienen. Und er läßt den Zuschauer teilnehmen am Entstehungsprozeß der Bilder von Angelika Nain. Während sie mit dem Spachtel Tonschlicker auf ihre “Erdbilder” aufträgt, oder Schicht um Schicht ein großformatiges Acrylbild anlegt, spricht sie über ihre Erfahrungen mit Tonschlicker unterschiedlicher Körnung, philosophiert über die Bedeutung der Horizontlinie in ihren Bildern, und wann ein Werk fertig ist.

Der fremde Woyzeck

Dokumentarfilm, Deutschland 2017

Inszenierung der Szenischen Lesung: Eric Nikodym Künstlerische Mitarbeit: Marion Eckert-Merkle und Anja Rudolf Buch, Bildgestaltung, Montage: Klaus Peter Karger Originalton: Jürgen Haller Tonassistenz: Gertrud Cammerer-Karger Musik: Open Source Guitars der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen, Leitung Prof. Michael Hampel Laufzeit: 94 min. Bildformat: HD-Video 16:9 (1:1,78), Farbe, Audio 5.1 (Kinofassung), Kinoformat: DCP Eine Produktion in Zusammenarbeit mit der Städtischen Galerie Villingen-Schwenningen
Georg Büchners Fragment „Woyzeck“ gehört zu den wichtigen Werken der deutschen Theaterliteratur, markiert es doch den Beginn des modernen Dramas. Im Sommer 2016 wagt sich in einem Projekt der Städtischen Galerie Villingen-Schwenningen eine Gruppe von Migranten an die Szenische Lesung des Stücks. Sie alle haben keine Theatererfahrung, und „Woyzeck“ ist ihnen fremd. Eric Nikodym, Regisseur und Künstlerischer Produktionsleiter am Badischen Staatstheater in Karlsruhe, zeichnet verantwortlich für die Inszenierung. Die „Open Source Guitars“, ein Gitarrenensemble der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen, komponiert und improvisiert Klänge zur Aufführung. Und als dritte Dimension kommen noch sechs Pastelle hinzu, die der Künstler Werner Gothein, ein Schüler von Ernst Ludwig Kirchner, 1918/19 mit Szenen aus „Woyzeck“ gezeichnet hat. Sie befinden sich im Eigentum der Städtischen Galerie Villingen- Schwenningen und waren der Anlaß für das Gesamtprojekt. Der Dokumentarfilm begleitet die Mitwirkenden über sechs Monate hinweg bei der schwierigen Probenarbeit. Er stellt Fragen nach der Aktualität des Stücks, indem er die Geschichte des „Woyzeck“, eines einfachen  Soldaten aus der untersten Bevölkerungsschicht in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der persönlichen Lebensgeschichte der Mitwirkenden in Verbindung bringt.
Technischer Hinweis Sollten Sie beim Abspielen der Videos z.B. in Mozilla Firefox Probleme haben, klicken Sie mit der rechten Maustaste in das Filmfenster und wählen Sie „Video anzeigen“.
“Ich bin zufrieden mit dem, was ist.” Wer sagt das schon bei uns? Die meisten streben doch nach mehr: Mehr Umsatz, mehr Wachstum, mehr Wohlstand, mehr Glück. Kaufen Konsumgüter, deren Versprechen sich doch nicht erfüllen. Wilhelm Felde ist da anders. “Ich strebe nach nichts Großem”, sagt er, “ich bin zufrieden mit dem was ich hab.” Der gelernte Schuhmacher aus Kirgisien betreibt heute im Schwarzwald ein kleines Reparaturgeschäft. Sein Laden ist ein Mikrokosmos von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Sie alle schätzen es, daß da jemand ist, der für wenig Geld den Wert von Dingen zu erhalten weiß. Was natürlich auch mit seiner eigenen Lebensgeschichte in der früheren Sowjetunion zu tun hat. Dort lief für Herrn Felde nicht alles so, wie er es sich gewünscht hätte. Aber er hat sich mit seinem Schicksal arrangiert, hat einen Platz im Leben gefunden, und ist ein Lehrmeister in Dankbarkeit und Zufriedenheit.

…einige unserer Filme

Herr Felde und der Wert der Dinge

Dokumentarfilm, Deutschland 2011

Mitwirkende: Wilhelm Felde, Carina Limberger, Uschi Turgut, Ali Gümüscay, Wilhelm Pendzialek u.a. Konzeption, Bildgestaltung, Schnitt: Klaus Peter Karger Originalton, Assistenz: Jürgen Haller Format: High Definition Video, 16:9 (1:1,77), Farbe, Dolby Digital, Kinoformat: DCP Laufzeit: 55 Minuten Verleih und Vertrieb: Karger Film Kultur und Video Gefördert von der

Tatort Feldberg

Kurzspielfilm, Deutschland 2004

Darsteller: Bruno Ketterer, Fridolin Weisser, u.a. Ton: Cemal Arslan Assistenz und Making-of: Ruth Holtzhauer Buch, Bildgestaltung, Schnitt, Regie: Klaus Peter Karger Musik: Maria Penny Pache Wissenschaftliche Beratung: Dr. Anita Auer, Wolfgang Kury Format: Video 4:3 (1:1,33) Laufzeit: 11 Minuten Verleih für Kino und andere öffentliche Veranstalter: Karger Film Kultur und Video
Der Film entstand für eine Ausstellung über den Schwarzwälder Geigenbau im Franziskanermuseum in Villingen-Schwenningen. Es gab im Schwarzwald seit dem 18. Jahrhundert mehrere Geigenmacher-Familien, die ihre Instrumente aus dem Holz heimischer Bäume fertigten. Für “Tatort Feldberg” wurde eine urkundlich überlieferte Begebenheit aus dem Jahr 1746 inszeniert. Damals wurde der Gastwirt und Geigenmacher Markus (“Marx”) Straub aus Rudenberg (bei Titisee-Neustadt) zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er ohne Erlaubnis einen Laubbaum gefällt hatte, dessen Holz er zum Geigenbau benötigte. Straub war ein armer Schlucker, hatte sieben Kinder und war hoch verschuldet. Der Film, den Sie hier in voller Länge anschauen können, ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert: Zum einen entstanden die Innenaufnahmen im historischen Baudenkmal „Reinertonishof“ bei Schönwald im Schwarzwald, das wenige Jahre später einem Brand zum Opfer fiel. Zum anderen fällen die beiden Hauptdarsteller Bruno Ketterer und Fridolin Weisser aus Unterkirnach einen stattlichen Baum fachmännisch mit Axt und Waldsäge - ein Handwerk, das in Zeiten der Motorsäge immer weniger Waldarbeiter beherrschen.

Moosgeschichten

Dokumentarfilm, Deutschland 2008

Mitwirkende: Heiko Bauer, Barbara Braunagel-Fadl, Claus Ding, Brigitte Feist, Helga Gieseler, Gertrud Gohdes, Edgar Harwardt, Dr. Winfried Hecht, Ingetraut und Richard Heindel, Siegfried Heinzmann, Roland Kalb, Dr. Friedrich Kretzschmar, Renate Krüger, Wolfram Langbein, Dagmar Lode, Dr. Markus Röhl, Werner Scherrieb, Irma Schmid, Armin Schott, Cornelia Widmer, und der Liederkranz Schwenningen e.V. Bildgestaltung, Ton, Schnitt, Regie: Klaus Peter Karger Kameraassistenz: Jürgen Haller, Heinz Lörcher, Jürgen Haltmaier Filmmusik: Frank Meyer Laufzeit: 96 Minuten Bildformat: 16:9 (1:1,77), Digitalvideo, Kinoformat: DCP Gefördert von der
Der Neckar, Landesfluß von Baden-Württemberg, hat im Schwenninger Moos seinen wilden Ursprung, bevor er 367 Kilometer nordwestlich, begradigt und schiffbar gemacht, in den Rhein mündet. „Moosgeschichten“ zeigt, wie inspirierend eine Landschaft sein kann. Der Film läßt Menschen zu Wort kommen, die auf besondere Weise mit diesem Ursprungsgebiet verbunden sind: die Tanzpädagogin Cornelia Widmer, die sich vom Rhythmus der Natur bei ihren Choreographien inspirieren läßt. Der Stuttgarter Künstler Edgar Harwardt, der Ursprung und Mündung des Neckars in seinen Arbeiten verbindet. Der Naturliebhaber und Moorexperte Roland Kalb. Die Amateurfotografin Gertrud Gohdes, die ihre ganze Wohnung mit Moosbildern geschmückt hat. Oder der Jogger Heiko Bauer, der hier regelmässig Kraft schöpft. „Moosgeschichten“ erzählt aber auch über die Entwicklungsgeschichte dieses Moorgebiets, seine Tier- und artenreiche Pflanzenwelt, die Beschädigung durch den Torfabbau für die Salinen von Schwenningen, Rottweil und Bad Dürrheim, und über die Aktivitäten im Naturschutz heute. Die Renaturierung des Schwenninger Moos gilt als Erfolgsprojekt im Naturschutz des Landes Baden-Württemberg.

Das Gaskugel Projekt - Musikimprovisation

in einem fantastischen Klangraum

Dokumentarfilm, Deutschland 2003

Mitwirkende: Fernando Dias Costa (“Grupo Sal”, Vocals, Percussion), Wolfgang Lindenfelser (Tenor- und Sopransaxophon, Bassklarinette), Jochen Bruche (Projektidee, Gitarre, Harmonika, Mandoline), Christoph Marquardt (Bass, Surround-Recording) Bildgestaltung, Ton, Schnitt: Klaus Peter Karger 2. Kamera: Gertrud Cammerer-Karger Assistenz: Ruth Holtzhauer, Cemal Arslan Format: Digitalvideo 4:3 (1:1,33), Farbe, Stereo, Kinoformat: DCP Laufzeit: 69 Minuten Verleih für Kino und andere öffentliche Veranstalter: Karger Film Kultur und Video
Er ist 25 Meter hoch, der kugelförmige Erdgasspeicher der Stadtwerke Villingen-Schwenningen, und normalerweise nicht zugänglich, weil prallvoll mit Gas gefüllt. Doch 2003 wurde die Gaskugel für mehrere Wochen leergepumpt, um technische Überprüfungen vornehmen zu können und ihr einen neuen Anstrich zu verpassen - genau nach den Vorgaben des Künstlers Horst Antjes, der das gestalterische Konzept für die Außenhülle seinerzeit entworfen hatte. Mehrere Musiker nutzten im Juni 2003 die Gelegenheit, um im Inneren der 25 Meter hohen Stahlkugel mit Geräuschen, Musik und Sprache zu improvisieren. Der Film dokumentiert dieses einzigartige akustische Experiment in einem faszinierenden Klangraum. Der Kritiker Friedhelm Schulz sprach im „Südkurier“ von einem „Rausch der Töne“. Und Thomas Kreihe schrieb für die Südwestpresse: „Draußen rasen die Autos in einer Welt vorbei, die wir alle kennen. Aber innen in dieser völlig abgekapselten Höhle, einer 25 Meter hohen Stahlkugel, gibt es einen eigenen, vor allem akustischen Mikrokosmos zu entdecken, in dem Worte, Sprache, Gesang, Musik und Geräusche ganz neu geboren werden. (...) Denn ein Ton, einmal in diese Kugelwelt gesetzt, umkreist ihn immer und immer wieder. Ein Flüstern wächst ins Gigantische...”

Die treibende Kraft, oder: Leben und

Arbeiten für die Kunst

Dokumentarfilm, Deutschland 2005

Buch, Bildgestaltung, Ton, Schnitt: Klaus Peter Karger Musik: Frank Meyer Digitalvideo, 4:3 (1:1,33), Stereoton Verleih für Kino und andere öffentliche Veranstalter: Karger Film Kultur und Video
Die Malerin Angelika Nain wurde für diesen Film zwei Jahre lang immer wieder begleitet, bei der Arbeit in ihrem Atelier in Offenburg und auf Vernissagen. Die Kunst ist für die Spätberufene der wichtigste Bereich in ihrem Leben. Nach Volkshochschul-Kursen und Fernunterricht folgte von 1992 bis 1995 ein Studium an der Freien Hochschule für Grafik Design und Bildende Kunst in Freiburg. Danach entschied sich Angelika Nain, von der Kunst leben zu wollen. Sie hat eine Reihe von Einzel- und Gruppenausstellungen gemacht, aber der Verkauf der Werke reicht nicht aus, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Also muß sie hinzu verdienen, als Krankenpflegerin, als Dozentin an der Kunstschule. Alles Arbeitszeit, die abgeht von der Zeit im Atelier. “Jedes verkaufte Bild ist wie ein Stipendium”, sagt sie, “es bedeutet, daß ich weiter experimentieren kann.” Der Film “Die treibende Kraft” schildert den Spagat zwischen künstlerischer Arbeit und Geldverdienen. Und er läßt den Zuschauer teilnehmen am Entstehungsprozeß der Bilder von Angelika Nain. Während sie mit dem Spachtel Tonschlicker auf ihre “Erdbilder” aufträgt, oder Schicht um Schicht ein großformatiges Acrylbild anlegt, spricht sie über ihre Erfahrungen mit Tonschlicker unterschiedlicher Körnung, philosophiert über die Bedeutung der Horizontlinie in ihren Bildern, und wann ein Werk fertig ist.

Der fremde Woyzeck

Dokumentarfilm, Deutschland 2017

Inszenierung der Szenischen Lesung: Eric Nikodym Künstlerische Mitarbeit: Marion Eckert-Merkle und Anja Rudolf Buch, Bildgestaltung, Montage: Klaus Peter Karger Originalton: Jürgen Haller Tonassistenz: Gertrud Cammerer-Karger Musik: Open Source Guitars der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen, Leitung Prof. Michael Hampel Laufzeit: 94 min. Bildformat: HD-Video 16:9 (1:1,78), Farbe, Audio 5.1 (Kinofassung), Kinoformat: DCP Eine Produktion in Zusammenarbeit mit der Städtischen Galerie Villingen-Schwenningen
Georg Büchners Fragment „Woyzeck“ gehört zu den wichtigen Werken der deutschen Theaterliteratur, markiert es doch den Beginn des modernen Dramas. Im Sommer 2016 wagt sich in einem Projekt der Städtischen Galerie Villingen-Schwenningen eine Gruppe von Migranten an die Szenische Lesung des Stücks. Sie alle haben keine Theatererfahrung, und „Woyzeck“ ist ihnen fremd. Eric Nikodym, Regisseur und Künstlerischer Produktionsleiter am Badischen Staatstheater in Karlsruhe, zeichnet verantwortlich für die Inszenierung. Die „Open Source Guitars“, ein Gitarrenensemble der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen, komponiert und improvisiert Klänge zur Aufführung. Und als dritte Dimension kommen noch sechs Pastelle hinzu, die der Künstler Werner Gothein, ein Schüler von Ernst Ludwig Kirchner, 1918/19 mit Szenen aus „Woyzeck“ gezeichnet hat. Sie befinden sich im Eigentum der Städtischen Galerie Villingen-Schwenningen und waren der Anlaß für das Gesamtprojekt. Der Dokumentarfilm begleitet die Mitwirkenden über sechs Monate hinweg bei der schwierigen Probenarbeit. Er stellt Fragen nach der Aktualität des Stücks, indem er die Geschichte des „Woyzeck“, eines einfachen  Soldaten aus der untersten Bevölkerungsschicht in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der persönlichen Lebensgeschichte der Mitwirkenden in Verbindung bringt.